WISSENSWERT

Ende des 19. Jahrhunderts suchte der Pariser Apotheker Maurice Berger nach einer Methode, die Luft in Krankenhäusern und Arztpraxen von Bakterien zu reinigen.

 

Zu diesem Zweck wurden damals Diffusoren verwendet, die nach dem Prinzip der Kaltverdampfung arbeiteten: In einem Raum wurde ein Gefäß mit Alkohol aufgestellt, und das Präparat reinigte die Luft lediglich mittels der natürlichen Verdunstung. Dieses Verfahren war nicht nur sehr langsam, sondern hatte auch nur eine begrenzte Wirkweise.

 

1898 experimentierte Berger mit einem neuen Verfahren, basierend auf einer katalytischen Hochtemperaturverbrennung. Mit Erfolg. Es gelang ihm, den Verdampfungsprozess des Alkohols zu beschleunigen und die Bakterien, die sich vorher in der Luft befanden, um 68 Prozent zu reduzieren.

 

Als überraschender, angenehmer Nebeneffekt neutralisierten sich auch unschöne Gerüche, sie wurden völlig aus der Raumluft eliminiert. Fortan wurde Bergers Erfindung standardmäßig in Krankenhäusern zur Desinfektion angewendet.

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1927 kaufte der ehemalige Industrielle und Papierhersteller Jean-Jacques Failliot die Rechte an Bergers Erfi ndung auf. Er hatte die innovative Idee, zusätzlich Duftstoffe beizumischen.

 

Außerdem brachte er eine große Werbekampagne ins Rollen, indem er ganze Seiten in Zeitungen veröffentlichte, während seine Konkurrenten nur kleine Werbebeilagen herausgaben. Nach und nach wurde die Lampe Berger zum festen Bestandteil in französischen Haushalten. Jean-Jacques Failliot erweiterte außerdem die Palette der Lampen und bereits 1928 konnten mehr als hundert Modelle angeboten werden, von den gängigen Lampen aus Glas bis zu den luxuriösen Modellen, die zum Beispiel von Gallé, Lalique, Baccarat, Saint-Louis, Sabino und Tharaud kreiert wurden.

 

In den Jahren 1930 bis 1938 belief sich der Absatz auf ungefähr 20.000 Lampen pro Jahr und es wurde mit dem Export nach Belgien, Holland und Kanada begonnen.

 

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Herstellung jedoch immer schwieriger. Es war fast unmöglich, die Rohstoffe zu bekommen, insbesondere den Alkohol für die Brennflüssigkeit. 1943 wurde das Werk von Lampe Berger bei einem Bombenangriff schwer beschädigt. Auch nach dem Krieg konnte die Produktion nur schrittweise wieder aufgenommen werden, da es noch bis 1948 sehr schwierig war, die zwingend benötigten Rohstoffe wie Kupfer und Platin zu bekommen.

 

Die Herstellung von Luxusmodellen gab man aufgrund des niedrigen Lebensstandards der Nachkriegszeit auf.

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Bald ging es jedoch wieder bergauf und 1973 wurden bereits etwa 80.000 Lampen pro Jahr produziert.

 

Heute treffen bei Lampe Berger Tradition und Moderne aufeinander. Und der Erfolg der Marke beweist, wie gut diese beiden Komponenten zusammenpassen. Während die Bestellung, die Lagerung, die Verpackung, der Transport und die Produktion mit der Geschwindigkeit des Informationszeitalters geführt werden, legt Lampe Berger dennoch auch weiterhin sehr viel Wert auf traditionelles Handwerk.

 

In den Ateliers werden aufwendige Dekors minutiös und sorgfältig von Hand und nach sehr alten Techniken gemalt. An anderer Stelle werden die Flakons in hochmodernen Öfen gebrannt. Und im Labor werden die zartesten Düfte von feinen Nasen erforscht und getestet.

 

Es gibt mehr als 150 Lampen-Modelle, die in zwei Kollektionen, Tendances und Editions d’Art, eingeteilt werden.

 

So vielfältig wie die Designs der Lampen ist auch die Auswahl an Düften. Die große Vielfalt ermöglicht es, zahlreiche Stimmungen zu kreieren, je nachdem, was sich der Kunde wünscht: Soll es frisch, fruchtig, exotisch oder lieber blumig duften? Sie haben die Wahl!